Hier finden Sie verständliche Informationen über Meningitis, ihre Symptome, Behandlung und wie Sie sich und andere schützen können.
Meningitis kann Menschen jeden Alters betreffen — von Neugeborenen bis Senioren.
Frühe Erkennung und Behandlung können schwere Komplikationen verhindern und Leben retten.
Impfungen und Hygienemaßnahmen können das Risiko einer Meningitis reduzieren.
Wissen über Symptome, Ursachen und Behandlung ist der beste Schutz für Sie und Ihre Familie.
Meningitis ist eine Entzündung der Hirnhäute (Meningen), die das Gehirn und das Rückenmark umgeben. Sie kann durch Viren, Bakterien, Pilze oder — seltener — durch andere Ursachen ausgelöst werden.
Die Symptome können je nach Alter und Ursache variieren. Typische Anzeichen sind:
Plötzliches hohes Fieber
Intensive Kopfschmerzen
Schmerzen und Steifheit im Nacken
Übelkeit oder erbrechen
Empfindlichkeit gegen Licht
Verwirrtheit oder Bewusstseinsstörungen
Stecknadelgroße rote/violette Flecken, die sich bei Druck mit einem Glas nicht wegdrücken lassen (Glas-Test), sind ein dringender Hinweis auf eine Meningokokken-Sepsis. Sofort 112 rufen.
Erfahren Sie, welche Erreger Meningitis verursachen und wie sie übertragen werden.
Mehr erfahren →Wie wird Meningitis diagnostiziert und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Mehr erfahren →Impfungen und Schutzmaßnahmen können helfen, Meningitis vorzubeugen.
Mehr erfahren →Manche Formen der Meningitis (insbesondere durch Bakterien wie Meningokokken oder durch bestimmte Viren ausgelöst) sind ansteckend und werden über Tröpfchen oder engen Kontakt übertragen. Andere Formen — z. B. durch Pilze oder nicht-infektiöse Ursachen — sind nicht ansteckend.
Mögliche Komplikationen sind Hörverlust, Krampfanfälle, Lernschwierigkeiten, Hirnschäden, Blutvergiftung (Sepsis) bis hin zum Tod. Frühe Diagnose und Behandlung verringern dieses Risiko deutlich.
Bei viraler Meningitis bessern sich Symptome häufig innerhalb von 7–10 Tagen. Bakterielle Meningitis ist ein Notfall — die Behandlung beginnt sofort und dauert mindestens 7–14 Tage. Eine vollständige Erholung kann jedoch Wochen oder Monate beanspruchen.
Die Behandlung hängt vom Erreger ab: bakterielle Meningitis wird intravenös mit Antibiotika behandelt; virale Meningitis i. d. R. unterstützend (Schmerzmittel, Flüssigkeit, Ruhe). In schweren Fällen ist eine Krankenhausaufnahme nötig.
Gegen mehrere bakterielle Auslöser stehen Impfungen zur Verfügung — z. B. gegen Meningokokken (Typ B, C und ACWY), Pneumokokken und Haemophilus influenzae Typ b (Hib). Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt über die für Sie passenden Impfungen.
Sofort — wenn plötzliches hohes Fieber, starke Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Lichtempfindlichkeit, Hautausschlag oder Bewusstseinsveränderungen auftreten. Bei Säuglingen: schrilles Schreien, Berührungsempfindlichkeit, vorgewölbte Fontanelle. Im Zweifel rufen Sie 112.